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Auf dieser Seite erscheinen in unregelmäßigen Abständen Forschungsergebnisse und Berichte über Ernst Ortlepp, also "Tatsachen und Mutmaßungen".
Ortlepps Polenlieder (1831)
Im Archiv des Verlages Hoffmann und Campe in Hamburg existiert eine zum hundertjährigen Bestehen des Verlages 1981 von Bernd Steinbrink zusammengestellte Bibliographie. Dort steht auf der Seite 125, Jahrgang 1832, die Nummern 18:
ORTLEPP, Ernst:Frankreich, Russland, Deutschland und Polen, oder Stimmen der Gegenwart. Ein Kranz politischer Gedichte. 60 Seiten;
und Nr.19:
ORTLEPP, Ernst (nach Goedeke, lt. Holzmann/Bohatta VEITH, Moritz: Polenlieder, ein Todtenopfer. (Gedruckt in der Hofbuchdruckerei in Altenburg, ohne weitere Orts- und Verlagsangabe; Hamburg, Hoffmann und Campe) IV, 104 Seiten.
Die Sache wurde für mich interessant: Ortlepps Polenlieder wurden am 25.7., am 8. und 10.8.1831 im Kometen angekündigt. Bereits am 30.8.1831 hatte das Ober-Censur –Collegium Kenntnis, am 9.9.1831 wurden sie verboten.
Meine Hypothese lautete:
Aufgrund des Verbotes hat Ortlepp 1832 eine Version bei Hoffmann und Campe unter dem Titel: Polenlieder, ein Todtenopfer herausgegeben.
Jetzt ging es ans Verifizieren:
Mir liegen vor:
- Polenlieder von Ernst Ortlepp, Altenburg, in der Hofbuchdruckerei 1831. (104 Seiten.)
- Polens Sterbelied von Ernst Ortlepp, Ein Nachtrag zu den Polenliedern. Leipzig Ch.G. Kayser` sche Buchhandlung. 1831.(15 Seiten.)
Aus dem Archiv des Verlages Hoffmann und Campe bekam ich die Kopie der Gedichtsammlung „Polenlieder, ein Todtenopfer.“ Hier sind Seite 1 und 3 mit dem gleichen Text versehen:
- Polenlieder ein Todtenopfer. Hamburg bei Hoffmann und Campe. 1832 (50 Seiten.).
Der Autor bleibt auch hier anonym.
Schon bei der ersten Durchsicht der Gedichte zweifelte ich an deren Authentizität, so schrieb Ortlepp nicht, obwohl einige Gedichte den gleichen und andere einen ähnlichen Titel trugen.
Meine weiteren Recherchen ergaben folgendes:
In dem Buch von Hans-Georg Werner: „Geschichte des politischen Gedichts in Deutschland von 1815 bis 1840“, Seite 307, fand ich den Beweis. Hier wurden zwei Gedichte aus den 1832 von Moritz Veit(h) anonym in Hamburg bei Hoffmann und Campe erschienenen Polenlieder, ein Todtenopfer, veröffentlicht.
Gedicht “Karl und Olga”
Ein weiterer Archivfund
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